Altenpflegehelfer (m/w/d) | Gesundheits- und Krankenpflegehelfer (m/w/d)
Als Altenpflegehelfer:in bzw. Gesundheits- und Krankenpflege- helfer:in ist man Teil des Pflegeteams und übernimmt wichtige Aufgaben in der Betreuung alter und/oder kranker Personen. Die Pflege von Menschen ist ein fordernder, aber auch erfüllender Beruf. In einer vom demografischen Wandel betroffenen Gesellschaft gewinnt die fachkundige Assistenz im Pflegebereich immer mehr an Bedeutung.
Gemäß Thüringer Gesetz über die Helferberufe in der Pflege werden in der Ausbildung Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen vermittelt, „die für eine qualifizierte Betreuung und Pflege alter Menschen oder für die Versorgung kranker Menschen unter Anleitung einer Pflegefachkraft erforderlich sind.”
Des Weiteren wird man durch die Ausbildung dazu befähigt, die im Rahmen des individuellen Pflegeplans übertragenen Aufgaben der Grundpflege eigenständig zu verrichten, der Pflegefachkraft bei der Anwendung spezifischer Pflegekonzepte zu assistieren oder diese Aufgaben nach Anweisung eigenverantwortlich auszuführen sowie die Pflegefachkraft bei der Durchführung der Behandlungspflege zu unterstützen. Zudem leitet man lebensrettende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Pflegefachkraft oder eines Arztes ein und dokumentiert ausgeführte pflegerische Leistungen ordnungsgemäß.
Der Helferberuf verlangt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Kontaktbereitschaft sowie Einfühlungsvermögen, Durchsetzungskraft und psychischer Belastbarkeit.
EINSATZFELDER
- Krankenhäuser
- Stationäre und ambulante Kranken-/Pflegeeinrichtungen
- Wohnheime
AUSBILDUNGSINHALTE
- Pflegesituationen bei alten und kranken Menschen wahrnehmen und bei Pflegemaßnahmen mitwirken
- Situationsgerecht kommunizieren
- In akuten Notfällen adäquat handeln
- Pflegehandeln an Qualitätskriterien, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausrichten
- Berufliches Selbstverständnis entwickeln und berufliche Anforderungen bewältigen
UNTERRICHTSZEITEN
Die Ausbildung wird in Vollzeitform durchgeführt und dauert zwölf Monate. Sie umfasst den theoretischen und praktischen Unterricht sowie die fachpraktische Ausbildung und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.
Der Unterricht findet in der Regel von Montag bis Freitag statt. Die durchschnittliche tägliche Unterrichtszeit beträgt 7-8 Unterrichtseinheiten. Die praktische Ausbildung umfasst in der Regel 8 Zeitstunden pro Tag.
VERSICHERUNG
Teilnehmende, die während des Bildungsganges in keinem Arbeitsverhältnis stehen oder nicht im Rahmen einer Reha-Maßnahme gefördert werden, sind während der Gesamtdauer des Bildungsganges und auf dem Weg von der bzw. zur Ausbildungsstätte unfallversichert.
SCHULGELD UND FÖRDERUNG
Die Ausbildung ist schulgeldfrei. Lehr- und Lernmittel werden zum Teil leihweise zur Verfügung gestellt. Für Materialien, Berufsanerkennung sowie Abschluss- und Wiederholungsprüfungen können Gebühren entstehen. Die Lehrgangskosten sind gesondert geregelt.
Bei Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen kann die Ausbildung über die Agentur für Arbeit, ein Jobcenter oder sonstige Dritte gefördert werden.
Die Teilnehmenden müssen sich ggf. rechtzeitig um einen Bildungsgutschein bei der für sie zuständigen Agentur für Arbeit bemühen.
Es besteht je nach persönlichen Voraussetzungen auch die Möglichkeit, BAföG zu erhalten.
Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten finden Sie hier: www.deb.de/ausbildung/foerdermoeglichkeiten
ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN
Voraussetzung für den Zugang zur Ausbildung ist die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs sowie ein Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation.
Bewerber:innen mit ausländischer Herkunft benötigen einen gleichwertigen Bildungsnachweis sowie eine hinreichende Vorbildung in der deutschen Sprache, um dem Unterrichtsgeschehen folgen zu können und mit den zu betreuenden Menschen in ausreichendem Maße zu kommunizieren.
Für den praktischen Teil der Ausbildung muss ein Ausbildungsvertrag mit einer Ausbildungseinrichtung (Träger der praktischen Ausbildung) geschlossen werden.
Für die endgültige Zulassung sind spätestens zum Ausbildungsbeginn:
- eine beglaubigte Kopie des Zeugnisses, welches die Zugangsvoraussetzungen nachweist
- ein amtliches Führungszeugnis sowie
- eine ärztliche Bescheinigung
vorzulegen.
Sowohl das Führungszeugnis als auch die ärztliche Bescheinigung dürfen zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns nicht älter als drei Monate sein.
HINWEIS ZUM MASERNSCHUTZGESETZ:
Aufgrund der bundesweiten Regelungen zum Masernschutz ist im Rahmen der praktischen Ausbildung der Nachweis über den Impfschutz gemäß § 20 Abs. 8 Infektionsschutzgesetz notwendig.
BEWERBUNGSUNTERLAGEN
- Bewerbungsschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf
- Kopie des letzten Jahres- oder Zwischenzeugnisses